Online Basketball Wetten in der Schweiz: Was erlaubt ist und was es kostet
Stand: 19. Oktober 2026 | Geprüft gegen die Bewilligungsregister der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern).
Basketball ist ein temporeicher Sport, und die Wetten darauf sind es auch. Wer in der Schweiz online auf einen Korbantrag wettet, kann das nur bei zwei Veranstaltern, und beide unterstehen der gleichen Aufsicht, der gleichen Liste erlaubter Märkte und derselben Logik der Verlustlimiten. Was auf den ersten Blick wie eine breite Auswahl aussieht, ist in Wirklichkeit ein geschlossener Markt: zwei Namen, ein gemeinsames Regelwerk, ein gemeinsames Sperrsystem. Wer das verstanden hat, kann Quoten vergleichen, ohne zu vergessen, dass jede Quote bereits eine Marge enthält, und kann einen Liveeinsatz platzieren, ohne zu übersehen, dass eine Wette nach dem tatsächlichen Ereignis mit Quote 1.00 gewertet wird.

Diese Seite geht die Sportstrecke von der Pike auf durch. Sie beginnt dort, wo die meisten Wettenden zuerst landen, bei den Livewetten und der Cash-Out-Funktion, weil dort die Quoten am schnellsten altern und dort die meisten Fehler passieren. Dann zeigt sie, wie aus Statistik überhaupt eine Prognose wird, und warum kein Tipp sicher sein kann. Sie erklärt Handicap und Über/Unter, das heisst die Wettarten, die das Basketballbild aufmachen, und sie geht durch die Wettbewerbe, von der Superliga bis zur NBA und zur FIBA-Welt. Eine Übersicht der zehn wichtigsten Anbieter ordnet diese nach ihrer Bewilligung und ihrem Angebot in der Schweiz. Erst danach kommen die Grundlagen, dann die Rechtslage, dann der Spielerschutz — weil diese drei zusammen entscheiden, was vor jeder ersten Wette zu setzen ist und welche Konsequenz eine gesetzte Limite hat. Die Operatoren und die abschliessende Marge-Rechnung folgen. Den Schluss bilden fünf Antworten auf die Fragen, die bei jeder Recherche rund um Basketball in der Schweiz zuerst auftauchen.
Livewetten und Cash-Out: Was sich zwischen Viertel und Schlusspfiff verschiebt
Eine Basketballwette unterscheidet sich von einer Fussballwette vor allem durch das Tempo. Vier Viertel zu je zehn Minuten nach FIBA-Regeln, in der NBA zwölf Minuten, dazu mögliche Verlängerungen von fünf Minuten, bis ein Sieger feststeht — das ergibt viele Gelegenheiten, bei denen sich eine Quote innerhalb weniger Sekunden bewegt. Genau hier setzen Livewetten an.
Warum eine Basketball-Livewette andere Regeln hat als eine Pre-Match-Wette
Bei Sporttip wird die Wette unabhängig davon angenommen, wer eine Liveübertragung überhaupt anbietet oder ob das Ereignis sichtbar ist. Die Quotenbildung folgt dem Spielstand und der Restzeit, nicht dem Komfort der Übertragungslinie. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, das heisst der Einschaftereinsatz wird zurückgegeben, ein Gewinn entsteht nicht. In spielentscheidenden Situationen — bei einem Foul, einer Roten Karte oder einer Schiedsrichterentscheidung, im Basketball sind das die spielentscheidenden Freiwürfe und Fouls in den letzten Sekunden — kann der Veranstalter Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten.
Die Konsequenz: Eine Livewette ist ein Spiel gegen die Zeit und gegen das Regelwerk. Wer auf den Ausgang einer noch laufenden Aktion wettet, läuft Gefahr, hinterher zu wetten. Wer eine Quote sieht und sie in der nächsten Sekunde klickt, geht davon aus, dass in dieser Sekunde nichts passiert, was die Quote verändert hätte.
Cash-Out: Was eine vorzeitige Auszahlung wirklich bedeutet
Cash-Out klingt nach einer Sicherheitsleine, ist aber eine Funktion des Anbieters, kein Anspruch. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur für Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out — Teilauszahlungen sind ausgeschlossen. Der Betrag liegt tiefer als der mögliche Gewinn bei Spielende, hängt vom Stand des Ereignisses ab und kann vom Anbieter jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten, und ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.
Was das für eine konkrete Wette heisst: Wer mitten Gewinn plus CHF 50 vorne und reagiert mit Cash-Out, sieht den angezeigten Betrag auf dem Wettschein. Wechselt die Quote in der nächsten Sekunde, wechselt der angebotene Cash-Out-Betrag mit. Wer den Cash-Out-Knopf drückt, gibt die Chance auf den höheren Gewinn ab, falls das Spiel noch kippt. Wer nicht drückt, behält die Chance und trägt das Risiko, dass der Cash-Out vor dem Ende verschwindet. Cash-Out ist kein Werkzeug, das die Mathematik ändert; es ist eines, das den Zeitpunkt des Ausstiegs verschiebt.
Live-Quoten und die Marge, die sich versteckt
Auch eine Livequote enthält eine Marge. Eine Livequote von 1.90 auf Sieg im Heer und 1.90 auf Sieg im Aus bedeutet, dass der Veranstalter von jedem eingesetzten Franken etwa fünf Rappen einbehält, über alle Ausgänge gerechnet. Bei einem umkämpften Spiel in den letzten Sekunden kann die Quote auf einer Seite über 5.00 steigen, und die Gegenquote fällt auf etwa 1.20. Aus der Differenz ergibt sich die Spanne der Marge, die der Veranstalter auf diesem Markt gerade nimmt. Wer nur eine Seite beobachtet, sieht die Preisbewegung und vergisst, dass die andere Seite mitläuft.
Prognose und wartet Strategie: Aus Statistik wird kein sicherer Tipp
Eine Prognose für ein Basketballspiel beginnt dort, wo die meisten Wettenden anfangen: bei der Form. Aber Form ist nicht alles, und eine Vorhersage ist keine Wette.
Wie eine Vorhersage entsteht
Eine Prognose nutzt Statistik zu frühen Form, Trefferquoten und Auswirkungen von Auswirkungen. Wer eine Vorhersage baut, schaut auf die Wurfquote aus dem Feld, auf die Quote der Dreipunktewürfe, auf die Freiwurfquote in den letzten fünf Minuten, auf die Anzahl der Ballverluste pro Spiel und auf die Effektivität im Fast Break. Dazu kommen Ausfälle: Ist der Aufbau-Spieler verletzt? Fehlt der Innenspieler, der die Defensive trägt? Wie ist die Auswärtsbilanz der letzten zehn Spiele? All das fliesst in eine Schätzung, nicht in eine Berechnung.
Ein Tipp bleibt deshalb eine Schätzung. Eine Wette ist daran liegend ein Vertrag, bei dem der eine Partner das Geld setzt und der andere die Quoten bestimmt. Beide Seiten haben Grund, ihre Sicht auf das Spiel für die beste zu halten, und beide Seiten irren sich regelmässig. Wer darauf wettet, die Schätzung des Veranstalters zu schlagen, übernimmt dessen Hausvorteil, und der Hausvorteil ist die Marge, die in jeder Quote steckt.
Was eine Value Bet ist und was sie
Eine Value Bet nennt sich so, wenn die eigene Schätzung der Wahrscheinlichkeit höher ist als die implizite Wahrscheinlichkeit der Quote. Implizit heisst: Eine Quote von 2.00 entspricht rechnerisch 50 % Wahrscheinlichkeit, eine Quote von 1.50 entspricht 66.7 %. Liegt die eigene Schätzung darüber, ist die Wette Wette attraktiv, liegt sie darunter, ist sie es nicht. Das ist die ganze Mechanik. Sie funktioniert, wenn die eigene Schätzung im langen Schnitt genauer ist als die des Veranstalters, und sie funktioniert nicht, wenn sie es nicht ist. Eine Value Bet ist kein Trick, der die Quoten zu erhöhen erlaubt. Sie ist eine Disziplin, die das Wetten auf die Spiele beschränkt, bei denen die eigene Einschätzung einen Vorteil hat.
Warum und warum nicht
Es gibt keinen sicheren Tipp. Wer einen Tipp als sicher verkauft, lügt oder irrt. Verletzungen in der Aufwärmphase, an Sportwetten sportwetten-sportwetten-Spielern, die kurzfristig ausfallen, an Wettereinflüssen, an Schiedsrichterentscheidungen, an einer einzigen Aktion in den letzten Sekunden — alles kann den Ausgang verschieben. Wer Wetten als Einkommen versteht, der hat die Rechnung nicht beantwortet, denn die Rechnung lautet: Was bleibt nach der Marge übrig? Die Antwort ist fast nie etwas, von dem eine Familie lebt. Wetten ist eine Freizeitbeschäftigung mit einem eingebauten Hausvorteil, nicht ein Nebenjob.
Wettarten und die wartet Quoten: Handicap, Über und drüber unter
Eine Quote drückt eine implizite Wahrscheinlichkeit aus, und eine Marge versteckt sich in jeder Wettart. Wer die Wettarten versteht, versteht, warum eine Handicap-Linie bei 4.5 Punkten liegt und nicht bei 5.0.
Handicap-Wetten
Ein Handicap im Basketball gleicht einen vermeintlichen Vorteil aus. Eine Wette auf das Favoritenteam mit Handicap −4.5 gewinnt nur, wenn das Favoritenteam mit mindestens fünf Punkten Unterschied gewinnt. Eine Wette mit Handicap +4.5 auf das Aussenseiterteam gewinnt, wenn der Aussenseiter das Spiel nicht mit mehr als vier Punkten Unterschied verliert. Die halbe Punktzahl verhindert ein Push, also einen Ausgang ohne Verlust und ohne Gewinn. Eine Wette auf das Unentschieden gibt es im Basketball auf Veranstalterebene in der Regel nicht, weil ein Basketballspiel, anders als Fussball, immer einen Sieger hat.
Was die Marge macht: Eine Handicap-Linie hat zwei Seiten, ähnlich wie eine Siegwette, und beide Seiten enthalten eine Marge. Eine Handicap-Linie −4.5 zu Quote 1.90 entspricht rechnerisch einer implizierten Wahrscheinlichkeit von 52.6 %; die Gegenquote für +4.5 wird ähnlich liegen. Die Summe der implizierten Wahrscheinlichkeiten liegt über 100 %, und genau die Differenz ist die Marge. Wer eine Handicap-Wette platziert, trägt die Marge auf beiden Seiten, nicht nur auf der eigenen.
Über und unter wetten
Eine Über-Wette setzt darauf, dass die Gesamtpunktzahl aus beiden Mannschaften über einer vom Veranstalter gesetzten Linie liegt. Eine Unter-Wette setzt auf das Gegenteil. Eine Linie bei 215.5 Punkten bedeutet: Über 215.5 gewinnt ab 216 Gesamtpunkten, unter 215.5 gewinnt bei 215 oder weniger. Die halbe Punktzahl verhindert wieder den Push.
Bei Über-und-unter-Wetten im Basketball zählt die Verlängerung. Steht es nach dem vierten Veltel unentschieden, wird verlängert, und die Punkte aus der Verlängerung zählen zur Gesamtzahl, ausser der Veranstalter hat eine andere Linie für die reguläre Spielzeit gesetzt. Wer eine Über-und-unter-Wette auf 195.5 setzt und mit 190 Punkten nach dem vierten Veltel rechnet, sollte wissen, dass eine Verlängerung die Bilanz schnell kippt.
Die Marge, die in jeder Wette steckt
Eine Quote enthält immer eine Marge. Die Marge ist das, was der Veranstalter pro eingesetztem Franken einbehält, über alle Ausgänge des Marktes addiert. Die Auszahlungsquote, auch Quotenschlüssel genannt, ist die Summe der Auszahlungen an die Wettenden, gemessen am Gesamteinsatz. Auszahlungsquote und Marge ergeben zusammen 100 %. Eine Auszahlungsquote von 95 % bedeutet eine Marge von 5 %, eine Auszahlungsquote von 90 % bedeutet eine Marge von 10 %. Wer Anbieter vergleicht, vergleicht am Ende diese Marge, nicht die Höhe einer einzelnen Quote, weil eine hohe Quote auf der einen Seite mit einer niedrigen auf der anderen Seite erkauft wird.
Sportarten und Turniere: Vom Spielplan der Ligen zur Frage, was wettbar ist
Welche Wettbewerbe auf dem Wettprogramm stehen, entscheidet, wann überhaupt auf Basketball gewettet werden kann.
Die nationalen Ligen und der internationale Wettbewerb
Der Basketball-Weltverband FIBA wurde 1932 in Genf von acht Nationalverbänden gegründet, ein Hinweis, der gerne vergessen geht, weil Genf im Sportgespräch meist mit anderen Sportarten verbunden wird. Heute finden FIBA-Weltmeisterschaften alle vier Jahre statt. Olympisches Basketballturnier gibt es für Männer seit 1936 und für Frauen seit 1976. Die NBA gilt als umsatzstärkste Basketballliga der Welt.
In der Schweiz gibt es keine Profiliga, die mit der NBA oder der EuroLeague vergleichbar wäre. Was an nationalen Wettbewerben stattfindet, fällt in den Bereich der Swiss Basketball, dem Verband, der den Spielbetrieb organisiert. Welche Spiele auf dem Wettprogramm von Sporttip oder Jouez Sport stehen, hängt von der Gespa-Liste der erlaubten Sportarten und Wettbewerbe ab, der einzigen Liste, die bestimmt, was gewettet werden darf.
Was die Gespa-Liste bestimmt
Die Gespa führt eine Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Die Liste ist die einzige Grundlage dafür, was Sporttip und Jouez Sport anbieten dürfen. Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden. Qualifikationsrunden sind nur dann wettbar, wenn sie auf der Liste stehen; Frauenwettbewerbe nur dann, wenn sie auf der Liste stehen; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet, nicht für Trainingsläufe oder freundschaftliche Vergleich. Eckball- und Kartenmärkte, im Fussball üblich, erscheinen auf der Liste nicht. Eine Esports-Sektion erscheint auf der Liste nicht. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind ausgeschlossen.
Was das für die Praxis bedeutet: Wer eine Wette auf eine bestimmte Begegnung sucht und sie nicht findet, kann zwei Schlüsse ziehen. Entweder steht die Begegnung nicht auf der Gespa-Liste, oder sie steht auf der Liste, wird aber gerade nicht angeboten, etwa weil das Ereignis noch zu weit entfernt ist oder schon begonnen hat. Welcher Schluss zutrifft, sieht der Spielende im Wettprogramm des Veranstalters.
Livewetten, Cash-Out und was wettbar ist
Livewetten sind erlaubt, vor Spielbeginn und live, wenn der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat. Die BGS kennt keine satzungsmässige Einschränkung einzelner Live-Märkte. Was an konkret Live tatsächlich angeboten wird, entscheidet jeder Veranstalter selbst. Cash-Out ist keine satzungsmässige Vorgabe, sondern eine Funktion, die der Veranstalter anbietet oder nicht. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für bestimmte Wettarten, vollständig, online, ohne Teilauszahlung, ohne Garantie pro Markt.
Die Anbieter im Vergleich: Wer in der Schweiz Basketball anbietet und wer nicht
Wer in der Schweiz online auf Basketball wetten will, landet bei zwei Veranstaltern und bei einer Reihe von Marken ohne Schweizer Bewilligung. Beide Gruppen verdienen Erwähnung, weil Schweizer Spielende auf sie stossen, aber nur eine Gruppe ist hier erlaubt.
Einordnung
Die folgende Tabelle vergleicht die zehn wichtigsten Anbieter nach ihrer Schweizer Bewilligungslage. Sie trennt die zwei erlaubten Veranstalter klar von den acht Marken ohne Schweizer Bewilligung. Wer diese Übersicht betrachtet, sieht auf einen Blick, dass nur die ersten beiden Einträge im Schweizer System verankert sind.
| Marke | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS), Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel, Produkt Sporttip |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS), Aufsicht Gespa | Loterie Romande, Lausanne, Produkt Jouez Sport |
| Interwetten | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen, keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BillyBets | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen, keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Bettilt | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen, keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Rollbit | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen, keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| FortuneJack | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen, keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Boomerang Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen, keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Cloudbet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen, keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BDMBet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen, keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
Was die Bewilligung bedeutet
Eine Schweizer Bewilligung steht am Anfang jeder Diskussion über Sicherheit. Sie bedeutet: Der Veranstalter ist im Register der Gespa eingetragen, ist an die Spielregeln der Schweiz gebunden, ist an die Spielsperre mit Eintrag im schweizweiten Register angeschlossen, und ist verpflichtet, Verlustlimiten zu setzen. Sie bedeutet auch: Nur die zwei genannten Veranstalter dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten, und sie tun dies in einem geschlossenen Vertragsgebiet. Alles, was nicht Swisslos oder Loterie Romande ist, ist in der Schweiz nicht zugelassen.
Was eine fehlende Bewilligung bedeutet: Eine ausländische Lizenz aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Das Anbieten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat, die mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet wird, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Die Spielenden werden nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Es gibt keinen Anschluss an die schweizweite Spielsperre, keinen Schweizer Rechtsweg, und die Gespa führt eine Sperrliste mit Domains ausländischer Anbieter, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren. Am Ende des Jahres 2025 umfasste die Liste 671 Domains. Wer auf einer ausländischen Seite wettet, sitzt auf einer Domain, die morgen gesperrt sein kann.
Grundlagen und Einordnung: Viertel, Verlängerung und Punktwerte
Was eine Basketballwette am Ende bedeutet, hängt davon ab, was auf dem Feld passiert. Wer nicht weiss, wie ein Basketballspiel aufgebaut ist, kann nicht beurteilen, was eine Wette auf das erste Veltel wert ist.

Das Spiel
Nach FIBA-Regeln besteht ein Basketballspiel aus vier Velteln zu je 10 Minuten; in der NBA dauert jedes Veltel 12 Minuten. Bei Gleichstand nach dem vierten Veltel folgt eine Verlängerung von 5 Minuten, die so lange wiederholt wird, bis ein Sieger feststeht. Beim Basketball stehen je Mannschaft fünf Feldspieler gleichzeitig auf dem Feld; bis zu sieben Auswechselspieler können beliebig oft eingewechselt werden. Ein Angriff im Basketball darf höchstens 24 Sekunden dauern, die Wurfuhr, unter anderem in Deutschland und den USA; im US-College-Basketball gelten 35 Sekunden.
Diese Zahlen sind die Grundlage jeder Wette auf Viertel- oder Halbzeitstände. Wer auf das Ergebnis des ersten Veltels wettet, wettet auf zehn Minuten Spielzeit, nicht auf das ganze Spiel. Wer auf das Ergebnis nach der ersten Halbzeit wettet, meint das Resultat nach dem zweiten Veltel, nicht nach der Pause vor dem dritten. Eine Wette auf die reguläre Spielzeit endet mit dem Schlusspfiff des vierten Veltels, falls keine Verlängerung nötig ist.
Die Punktwerte
Im Basketball zählt ein Freiwurf 1 Punkt, ein Treffer innerhalb der Drei-Punkte-Linie 2 Punkte und ein Treffer von jenseits der Drei-Punkte-Linie 3 Punkte. Der Basketballkorb hängt 3.05 m hoch; die Drei-Punkte-Linie liegt bei FIBA 6.75 m, in der NBA 7.24 m vom Korbmittelpunkt entfernt. Aus diesen drei Zahlen, 1, 2 und 3 Punkte, baut sich jede Gesamtpunktzahl eines Spiels auf.
Was die Punktwerte für Wetten bedeuten: Eine Wette auf Über 215.5 Punkte gewinnt, weil ein Spiel im Schnitt über hundert Angriffe pro Mannschaft hat, jeder Angriff endet mit einem Punktwurf, und ein typisches NBA-Spiel zwischen 200 und 230 Punkten liegt. Eine Wette auf Handicap −4.5 gewinnt, wenn ein Team im Schnitt fünf Punkte mehr wirft als das andere, was einer Wurfquote von etwa 45 % entspricht, wenn beide Teams gleich viele Würfe haben. Wer die Punktwerte nicht kennt, kann nicht beurteilen, was eine Linie bedeutet.
Die Verlängerung und das Wettprogramm
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Im Basketball gibt es kein Penaltyschiessen; was es gibt, ist die Verlängerung, und die Frage ist, ob sie zur Wette gehört oder nicht. Eine Wette auf den Ausgang des Spiels schliesst die Verlängerung ein, wenn das Wettprogramm das so vorsieht, sonst nicht. Eine Wette auf das Ergebnis nach dem vierten Veltel endet mit dem Ende des vierten Veltels, eine Verlängerung zählt nicht dazu. Eine Über-und-unter-Wette auf die Gesamtpunktzahl kann die Verlängerung einschliessen oder nicht, je nach Wettprogramm.
Rechtslage: Die zwei Veranstalter und die Gespa-Liste
Sportwetten dürfen in der Schweiz nur zwei interkantonale Veranstalter anbieten. Die Rechtslage dazu steht im Geldspielgesetz und in der Interkantonalen Vereinbarung.

Das Geldspielgesetz und seine Aufsicht
Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e) und werden von der Interkantonalen Geldspielaufsicht Gespa in Bern beaufsichtigt. Die ESBK beaufsichtigt nur Casinos, nicht die beiden interkantonalen Veranstalter. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21-25 BGS) und gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport.
Die Konsequenz: Es gibt keine Liste weiterer lizenzierter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.
Die Vertragsgebiete
Swisslos betreibt Sporttip im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.
Was das für eine Online-Registrierung heisst: Wer bei Swisslos ein Konto eröffnen will, braucht Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet, eine verifizierte Identität, Vollendung des 18. Lebensjahres und keine bestehende Spielsperre. Wer bei Loterie Romande ein Konto eröffnen will, braucht dasselbe, aber im Vertragsgebiet der Loterie Romande. Eine Person aus dem Aargau kann sich nicht bei Loterie Romande registrieren, eine Person aus Genf nicht bei Swisslos. Beide Anbieter lesen die Daten aus dem hochgeladenen Ausweis aus und prüfen sie gegen Adressdatenbanken.
Die Liste der erlaubten Wetten
Die Gespa führt die Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Sie ist die einzige Grundlage für das Wettprogramm von Sporttip und Jouez Sport. Welche Spiele wettbar sind und welche Märkte angeboten werden, entscheidet die Liste. Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden. Eckball- und Kartenmärkte erscheinen auf der Liste nicht; eine Esports-Sektion erscheint auf der Liste nicht; Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind ausgeschlossen. Events mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).
Werbung, Werbeverbote und die ausländische Konkurrenz
Werbung für Glücksspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet sein (Art. 74 BGS). Werbung für Glücksspiele, die in der Schweiz nicht zugelassen sind, ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit einer Busse bis zu CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Gratisspiele oder gratis-Guthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). Es gibt keine zeitliche Werbesperre.
Was eine ausländische Lizenz bedeutet: Sie hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Das Anbieten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat. Die Spielenden werden nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können eingezogen werden. Es gibt keinen Anschluss an die schweizweite Spielsperre. Die Gespa führt eine Sperrliste mit Domains ausländischer Anbieter, die per DNS blockiert werden (Art. 86-93 BGS). Die erste Liste wurde am 3. September 2019 publiziert, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Ausländische Anbieter tauchen unter neuen Domains auf, das sogenannte Domain-Hopping; die Gespa nennt in diesem Zusammenhang Interwetten und Bet-at-Home und führt auch bet365 als gesperrt.
Spielerschutz: Verlustlimiten, Spielsperre und die Frage, wer entscheidet
Spielerschutz heisst selbst gesetzte Verlustlimiten, die sofort sinken und erst nach einer Frist steigen dürfen, sowie eine Spielsperre mit Eintrag im schweizweiten Register. Drei Zahlen prägen das Bild: 1 Tag, 7 Tage, 30 Tage.
Die Verlustlimiten
Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze für die 30-tage-Limite liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort; eine Erhöhung gilt erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Die Statuierung der Gespa (Art. 87 VGS) verlangt vom Veranstalter, eine oder mehrere Maximalwerte für täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Einsatze oder Verluste zu verlangen; eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung nach 24 Stunden, Swisslos und Loterie Romande setzen in ihren Bedingungen 72 Stunden.
Was das in der Praxis heisst: Wer am Montag entscheidet, dass er diese Woche höchstens CHF 50 verlieren will, kann die 7-Tage-Limite auf CHF 50 setzen, und sie gilt sofort. Wer am Mittwoch entscheidet, dass CHF 200 doch vernünftiger wäre, kann die Limite erst am Samstag erhöhen. Die Frist ist kein Zufall: Sie soll verhindern, dass eine Erhöhung im Affekt geschieht, nachdem schon zu viel verloren wurde. Die staatliche Schweiz kennt keine fixe Einzahlungsgrenze; was begrenzt, wird vom Spielenden selbst gesetzt.
Die Spielsperre
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbstgewählte Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Beteiligung einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).
Was das für einen Spielenden bedeutet: Wer sich für 30 Tage sperrt, kommt vor Ablauf der 30 Tage nicht wieder herein. Wer sich unbefristen sperrt, kommt nur nach drei Monaten und einer Fachstellen-Beteiligung wieder herein, und die Sperre gilt sofort auch bei anderen Schweizer Veranstaltern und in Casinos. Das Register ist das, was eine Sperre bei Swisslos mit einer Sperre bei Loterie Romande verbindet, und es ist das, was ausländische Anbieter nicht haben.
Testkäufe und das Bild vom Spielerschutz
Die Gespa hat 2025 Testkäufe an Verkaufsstellen durchgeführt. In 47.5 % von 200 Fällen wurde einem Minderjährigen eine Sportwette verkauft. Das ist ein anderes Ergebnis, als viele Freundinnen und Freunde des Schweizer Spielerschutzes erwarten, und es zeigt, dass der Spielerschutz an Verkaufsstellen nicht so dicht ist, wie die Werbung manchmal behauptet. Wer eine Sportwette platziert, sollte sich nicht auf den Schutz an der Verkaufsstelle verlassen.
Die Steuer auf Gewinne
Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei; oberhalb der Schwelle werden sie besteuert. Die Bundesschwelle liegt seit dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400); die kantonale Schwelle unterscheidet sich, weshalb die Antwort «je nach Kanton» lautet. Oberhalb der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung rückforderbar ist. Ein typischer Spielender gewinnt weit unter der Schwelle, also keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn. Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis des Thurgaus behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen vollständig als steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Die Schweiz kennt keine Wettsteuer auf Einsätze; eine solche Behauptung wäre falsch. Allgemeine Information, kein Einzelfall: «Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen».
Die zwei Schweizer Veranstalter im Detail
Swisslos Sporttip
Swisslos ist eine interkantonale Genossenschaft mit Sitz in Basel und führt Sportwetten unter dem Namen Sporttip durch, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Das Vertragsgebiet umfasst die deutschsprachigen Kantone, das Tessin und Liechtenstein. Für das Geschäftsjahr 2025 verteilte Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. (2024: CHF 122 Mio.). Die Bewilligung steht, die Aufsicht durch die Gespa ist gesetzlich verankert, und das Spielerkonto ist an die schweizweite Spielsperre angeschlossen.
Was den Spielenden erwartet: Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Cash-Out ist vollständig, ohne Teilauszahlung, nicht garantiert pro Markt. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Ereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Spielende einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, bei Cash-Out verfällt der Boost. Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen.
Was Swisslos für einen Basketballspielenden heisst, der ein Konto hat und in seinem Vertragsgebiet wohnt: Das Wettprogramm folgt der Gespa-Liste, die Quoten bewegen sich innerhalb der von Swisslos gesetzten Marge, die Livewetten sind möglich, aber mit den in den Abschnitten zu den Grundlagen genannten Regeln. Für einen Spielenden ausserhalb des Vertragsgebiets ist Swisslos kein Anbieter, und kein Trick bringt die Verifikation zum Verschwinden.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande führt Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone durch. Sitz in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen, 221 Mitarbeitende. Auch sie ist Veranstalterin im Sinn des BGS, mit Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung, unter Aufsicht der Gespa. Wer im Vertragsgebiet der Loterie Romande wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen, mit denselben Bedingungen wie bei Swisslos: 18 Jahre, Wohnsitz, keine Spielsperre, einmalige Registrierung, verifizierte Identität.
Was die Loterie Romande für die Westschweiz bedeutet: Sie ist die einzige legale Online-Adresse für Sportwetten in der Romandie, mit denken an Verkaufsstellen in praktisch jedem Kanton. Welche konkreten Basketball-Märkte sie anbietet, hängt von der Gespa-Liste und von ihrer eigenen Wettprogramm-Gestaltung ab. Das Bild für den Spielenden ist das gleiche wie bei Swisslos, mit anderen Markennamen und einer eigenen Wettprogramm-Gestaltung.
Ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung
Die folgenden Marken tauchen in der Diskussion auf, weil Schweizer Spielende auf sie stossen. Sie haben keine Schweizer Bewilligung, ihre Lizenz gilt in der Schweiz nicht (Art. 4 BGS), und das Spielen dort findet ausserhalb des schweizweiten Spielsperren-Registers statt. Sie werden hier erwähnt, weil sie in der Diskussion auftauchen, nicht, weil sie empfohlen werden.
Interwetten
Interwetten betreibt Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung. Die ausgewiesene Lizenz ist nicht festgestellt, was in der Schweiz keine Wirkung hat (Art. 4 BGS). Die Domain ist auf der Sperrliste der Gespa möglich, ein DNS-Block kann jederzeit erfolgen. Wer dort spielt, hat keinen Zugang zum schweizweiten Spielsperren-Register und keinen Schweizer Rechtsweg im Streitfall.
BillyBets, Bettilt, Rollbit, FortuneJack, Boomerang Bet, Cloudbet, BDMBet
Diese Marken fallen in dieselbe Kategorie: keine Schweizer Bewilligung, ausgewiesene Lizenz nicht festgestellt, Domain kann auf der Sperrliste landen. Sie tauchen in der Diskussion auf, weil sie im Internet sichtbar sind und in Spielsucht-Foren, in Vergleichsportalen oder in Affiliate-Material erwähnt werden. Welches Spielangebot, welche Quoten oder welche Limits sie haben, ist hier nicht festgestellt und gehört in die Spalte der unbekannten Felder. Wer dort spielt, setzt sich den in den Abschnitten zur Rechtslage und zum Spielerschutz genannten Risiken aus: keine Spielsperre im schweizweiten Register, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche DNS-Blockierung, mögliche Einziehung von Einsätzen und Gewinnen.
Was sich beim Vergleich mit den beiden Schweizer Veranstaltern zeigt: Das Wettprogramm, die Quoten und die Limits sind keine Frage der Marke, sondern der Bewilligung. Eine ausländische Marke kann im Einzelfall eine tiefere Marge haben als die Schweizer Veranstalter, was die Quote auf der eigenen Seite höher aussehen lässt; gleichzeitig trägt der Spielende das Risiko der fehlenden Aufsicht und der fehlenden Sperre.
Die Marge, die in einer Quote steckt: Eine Rechnung am Beispiel
Eine Quote ist das Verhältnis von Auszahlung zu Einsatz. Aus den Quoten aller Ausgänge eines Marktes ergibt sich die Auszahlungsquote, auch Quotenschlüssel genannt; die Marge ist das, was übrig bleibt.
Beispielrechnung an einem Zwei-Wege-Markt
Eine typische Zwei-Wege-Wette hat zwei Ausgänge. Nehmen wir ein hypothetisches Beispiel mit beiden Quoten bei 1.90, etwa für ein ausgeglichenes NBA-Spiel, in dem die Buchmacher keinem Team einen klaren Vorteil geben. Die Auszahlungsquote ist 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) = 1 ÷ 1.0526 ≈ 95 %. Die Marge ist 100 % − 95 % = 5 %. Pro eingesetztem Franken auf diesem Markt behält der Veranstalter also etwa 5 Rappen ein, über alle Ausgänge addiert.
Was die Rechnung im Klartext bedeutet: Bei zwei Quoten von 1.90 wird jeder zweite Einsatz als Gewinn ausbezahlt, der Rest geht an den Veranstalter. Wer auf einem Markt mit 5 % Marge spielt, verliert im langen Schnitt 5 Cent pro Franken Einsatz. Das ist nicht ein Fehler des Marktes, das ist die Funktionsweise des Marktes. Die Marge ist über alle Wettarten ähnlich, sie liegt je nach Wettbewerb und Markt zwischen etwa 3 % und 10 %, mit Ausreissern nach oben und nach unten.
Wann die Marge sichtbar wird: Sobald zwei Quoten für denselben Markt verglichen werden. Ein Anbieter, der für ein NBA-Spiel 1.90/1.90 anbietet, hat auf diesem Markt etwa 5 % Marge. Ein Anbieter, der für dasselbe Spiel 1.95/1.85 anbietet, hat eine ähnliche Marge, nur anders verteilt. Die Frage ist nicht «welcher Anbieter hat die höchste Quote», sondern «welcher Anbieter hat die tiefste Marge». Die Antwort auf diese Frage hängt vom Markt und vom Zeitpunkt ab und kann vor jedem Bewertungsvergleich neu gestellt werden.
Häufige Fragen zu Basketballwetten in der Schweiz
Ist Wetten auf Basketball in der Schweiz erlaubt, und bei welchem Veranstalter?
Ja, aber nur bei Swisslos mit dem Produkt Sporttip oder bei der Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide sind die einzigen Veranstalter mit Schweizer Bewilligung für Sportwetten, beaufsichtigt von der Gespa. Wer in einem anderen Kanton wohnt, kann sich nur bei dem für das Vertragsgebiet zuständigen Veranstalter registrieren, Aargau bei Swisslos, Genf bei Loterie Romande.
Zählt die Verlängerung bei einer Wette auf den Ausgang als Teil der regulären Spielzeit?
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Bei einer Wette auf den Ausgang eines Basketballspiels, in dem das Wettprogramm die Verlängerung einschliesst, zählt die Verlängerung mit, sonst endet die Wette mit dem Schlusspfiff des vierten Veltels.
Was bedeuten Handicap und Über und unter, und wie wirkt sich die Marge auf die Quote aus?
Ein Handicap im Basketball gleicht einen Vorteil aus, zum Beispiel −4.5 für den Favoriten, die Wette gewinnt ab einem Vorsprung von fünf Punkten. Eine Über-oder-unter-Wette setzt auf die Gesamtpunktzahl aus beiden Mannschaften, etwa Über 215.5 oder unter 215.5. In jeder Wette steckt eine Marge, das heisst die Summe der Auszahlungen an die Spielenden liegt unter 100 % des Einsatzes, der Rest ist die Marge des Veranstalters.
Wie entsteht eine Prognose, und warum gibt es keinen sicheren Tipp?
Eine Prognose nutzt Statistik zu frühen Form, Trefferquoten, Verletzungen und Auswärtsbilanz. Daraus entsteht eine Schätzung der Wahrscheinlichkeit jedes Ausgangs, nicht eine Berechnung. Eine Value Bet liegt vor, wenn die eigene Schätzung der Wahrscheinlichkeit über der implizierten Wahrscheinlichkeit der Quote liegt, das heisst die Quote die eigene Einschätzung übersteigt. Es gibt keine sicheren Tipps, weil Verletzungen, Schiedsrichterentscheidungen und einzelne Aktionen in den letzten Sekunden jedes Spiel kippen können.
Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden, und wann gelten Änderungen?
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, Obergrenze CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Eine Spielsperre lässt sich für 1 bis 180 Tage produktbezogen setzen, eine unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos.
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