Was kostet eine Wette auf die Australian Open in der Schweiz?

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Aktualisiert am 19. Oktober 2026 – geprüft gegen die Bewilligungs­lage der Gespa und die Spielregeln von Swisslos (Sporttip) und Loterie Romande (Jouez Sport).

Ein Tennisnetz in Nahaufnahme im Gegenlicht der tiefstehenden Sonne, feine Staubkörner schweben über dem Platz.
Die Australian Open 2026 fanden vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne statt; für die Ausgabe 2027 sind der 17. bis 31. Januar angesetzt.

Die Australian Open gehören zu den wenigen Grossereignissen im Tennis, die sich über zwei Wochen im Programm der Schweizer Sportwetten-Veranstalter finden. Wer auf einen Sieger, ein Satzergebnis oder die Anzahl Spiele tippt, zahlt dafür eine Marge, deren Höhe der Markt vorgibt, nicht der Anbieter. Für die Ausgabe 2026 gilt es, die zwei in der Schweiz bewilligten Veranstalter mit ihrem Angebot zu prüfen, denn eine Wette bei Swisslos und Loterie Romande hat ihren Preis – an Quote, an Einsatzlimiten, an Zeitaufwand für die Auszahlung und an Pflichten gegenüber dem eigenen Portemonnaie.

Rechtslage: wer in der Schweiz auf die Australian Open wetten darf

In der Schweiz dürfen Sportwetten nur zwei Veranstalter anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide stützen sich auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen von 2019, die per 1. Januar 2020 in Kraft trat. Die Aufsicht liegt bei der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) in Bern, die das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) vollzieht. Wer bei einem anderen Anbieter wettet, tut das ohne Schweizer Bewilligung – die Folgen reichen von blockierten Domains bis zur Einziehung von Gewinnen.

Ein Feldweg zwischen Weinreben im Wallis bei Sonnenaufgang, im Hintergrund hohe Berge und klare Luft.
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf.

Diese Beschränkung ist nicht historisch gewachsen, sondern bewulster Zuschnitt der Eidgenossenschaft und der Kantone. Sie soll verhindern, dass ausländische Anbieter das Schweizer Schutz­niveau unterlaufen, das mit Verlustlimiten, Identitätsprüfung und einem zentralen Sperr­register aufgebaut wurde. Eine ausländische Lizenz – gleich aus welchem Land – hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Wer in einem anderen Land bewettet, kann in einem Schweizer Verfahren um Einsatz und Gewinn gebracht werden, ohne dass eine Schweizer Stelle den Anbieter beaufsichtigt oder eine Beschwerdestelle erreichbar wäre.

Die zwei bewilligten Veranstalter

Swisslos mit Sitz in Basel führt Sporttip im deutschsprachigen Vertragsgebiet: Aargen, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Ein Online-Konto bei Swisslos lässt sich nur eröffnen, wenn man in diesem Gebiet wohnt oder den gewöhnlichen Aufenthalt hat. Wer dort nicht wohnt, kann weder Konto noch Wette platzieren.

Ein Schläger und ein Handtuch liegen auf einer Bank im Schatten eines Sonnensegels, dahinter flimmert die Hitze über dem Platz.
Die Australian Open 2026 fanden vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne statt.

Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ihren Verkaufsstellen sind 2’350 Standorte in der Westschweiz, die Hauptadresse Avenue de Provence 14 in Lausanne, 221 Mitarbeitende. Auch hier ist das Online-Konto an den Wohnsitz im Vertragsgebiet gebunden. Wer in Genf wohnt, kann kein Konto bei Swisslos eröffnen – und umgekehrt.

Was bewettet werden darf

Bewilligt sind ausschliesslich Sport­ereignisse, die auf der Liste der Gespa stehen (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS; Fassung vom 10. September 2026). Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind ausgeschlossen. Die Australien Open sind als Tennisturnier enthalten; Qualifikations­runden, Frauen­wettbewerbe und Rangierungs­wetten stehen nur, soweit die Liste sie ausdrücklich aufnimmt. Eckball- oder Kartenmärkte, wie sie beim Fussball üblich sind, fehlen in der Liste; eine Esports-Sektion sucht man auf ihr vergebens. Wer auf ein Match wettet, das nicht in der Liste steht, geht leer aus – die Wette wird entweder gar nicht angeboten oder im Nachhinein für ungültig erklärt.

Die Marge steckt in jeder Quote. Ein Markt, der zu 95 Prozent der Einsätze ausbezahlt, behält 5 Prozent. Bei einem Tennis-Match mit zwei Spielern und Quoten von 1.90 und 1.90 liegt die Auszahlungsquote bei rund 90.0 Prozent, die Marge also bei rund 10.0 Prozent. Das ist nicht der Swisslos-Aufschlag, sondern das, was der Markt verlangt – bei einem Duell, in dem beide Spieler als ungefähr gleich stark eingeschätzt werden, bleibt es eine Faustregel mit Bandbreite.

Wer ohne Schweizer Bewilligung anbietet

Neben den beiden bewilligten Veranstaltern findet man im Internet eine Reihe ausländischer Marken – Rainbet, BassBet, DirectionBet, Betovo, Rollbit, Sportuna, Cloudbet, Bahigo. Sie alle tragen keine Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz aus Curaçao, Malta oder einem anderen Land entfaltet in der Schweiz keine Wirkung; die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste blockierter ausländischer Domains, die Schweizer Internet­anbieter per DNS-Sperre umsetzen. Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste; wer auf eine solche Seite zugreifen will, landet bei den meisten Anschlüssen auf einer Stopp-Seite.

Die Konsequenz für Spielende: kein Schweizer Sperr­register, das schützt; keine Schweizer Beschwerde­stelle, die eingreift; ausländische Gewinne, die nach kantonaler Praxis voll steuerpflichtig sein können (so etwa im Kanton Thurgau). Wer dort spielt, spielt gegen einen Anbieter, den die Schweizer Aufsicht nicht sieht und nicht schützt – und tut es auf eigenes Risiko.

Verlust­limiten und Spielsperre: was jedes Konto verlangt

Bevor die erste Wette bei Sporttip platziert wird, verlangt Swisslos drei Verlust­limiten: eines für 24 Stunden, eines für 7 Tage und eines für 30 Tage. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999 pro Periode, bei Personen unter 21 Jahren nur bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite greift sofort; eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – eine Schutz­klausel, die verhindert, dass in einer emotionalen Phase das Limit hochgezogen wird. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungs­limite für jeweils 30 Tage setzen.

Bei Loterie Romande gelten vergleichbare Mechanismen. Das Geldspielgesetz schreibt eine Limite vor (Art. 87 VGS); die Ausgestaltung – tägliche, wöchentliche oder monatliche Limite – ist Sache des Veranstalters. Die Gespa testet den Vollzug: Im Jahr 2025 wurde in 47,5 Prozent von 200 Testkäufen an Verkaufsstellen eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Die Schutzmechanismen existieren; an der Verkaufsstelle greifen sie nicht immer.

Spielsperre und Selbst­ausschluss

Wer sich selbst sperren will, kann den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage blockieren – ohne Möglichkeit der Aufhebung vor Frist­ablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen, das auch für die Casinos – einschliesslich der Online-Casinos – sowie für Liechtenstein gilt. Eine freiwillige Spielsperre lässt sich frühestens nach drei Monaten aufheben (Art. 84 VGS), und nur mit Beteiligung einer Fach­stelle (Art. 81 BGS). Wer gesperrt ist, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).

Wer für eine kürzere Pause aus dem Spiel­angebot aussteigen will, findet eine Selbst­sperre von bis zu sechs Monaten (Art. 89 VGS). Sie ist die richtige Stufe für jemanden, der nicht den vollen Ausschluss will, aber für ein paar Monate keine Wette mehr platzieren möchte.

Wer nicht spielen darf

Teilnehmen darf, wer 18 Jahre alt ist und im Vertrags­gebiet des Veranstalters wohnt (Art. 72 BGS). Wer als Wettkämpfer oder Wettkämpferin an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten – diese Klausel schliesst die Profis aus, die auf der anderen Seite des Netzes stehen. Wer einmal gesperrt ist, bleibt gesperrt, bis die Frist abläuft oder die Fach­stelle die Aufhebung genehmigt.

Wettarten, Quoten und der Preis einer Wette

Wer auf die Australian Open wettet, hat bei Sporttip im Wesentlichen vier Wettformen zur Auswahl: Einzelwette, Kombinations­wette, System­wette und Langzeit­wette. Jede Form hat ihren eigenen Rechenweg, jede ihren eigenen Risiko­verlauf.

Einzelwette

Die einfachste Form: ein Tipp, eine Quote. Bei einer Quote von 2.10 und einem Einsatz von CHF 20 beträgt der mögliche Gewinn CHF 42.00 (Einsatz × Quote). Was die Spielregeln zusätzlich festhalten: Der Gewinn wird zuerst auf zwei Nach­komma­stellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet – aus 42’000 wird 42.00. Das ist kein Hinweis auf eine versteckte Gebühr, sondern die übliche Rundung für die Auszahlung.

Bei einer Quote von 1.50 auf einen klaren Favoriten und demselben Einsatz von CHF 20 sind es CHF 30.00 Gewinn, also CHF 10.00 Netto. Die Differenz zwischen Quote und 1 ist das, was der Einsatz tatsächlich an Mehrwert schafft: bei Quote 2.10 sind es 110 Prozent des Einsatzes als Netto­gewinn, bei Quote 1.50 nur 50 Prozent. Eine niedrige Quote bedeutet nicht «sichere Wette», sondern einen geringen Ertrag im Verhältnis zum Einsatz.

Kombinations­wette

Bei einer Kombi werden die Quoten der einzelnen Voraus­sagen multi­pliziert: aus drei Quoten von 1.80, 1.95 und 2.20 wird eine Gesamt­quote von 7’722 (1.80 × 1.95 × 2.20). Bei einem Einsatz von CHF 10 sind das CHF 77.22 Gewinn – vorausgesetzt, alle drei Tipps treffen. Verliert auch nur ein Spiel, ist der Einsatz weg. Die Marge wächst mit jeder weiteren Voraus­sage, denn der Buchmacher zieht seinen Anteil aus jedem einzelnen Markt ab. Eine Kombi mit fünf Beinen enthält typischerweise 25 bis 35 Prozent Marge – die Versuchung ist gross, der Ertrag real.

System­wette

Eine System­wette kombiniert mehrere Kombinationen aus einem gemeinsamen Pool von Spielen. Wer fünf Spiele auswählt und auf «System 3 aus 5» setzt, spielt alle möglichen Dreier-Kombinationen aus diesen fünf Spielen – das sind 10 verschiedene Dreier-Kombis. Pro System­wette liegt der Höchst­einsatz bei CHF 10’000, bei Einzel- und Kombi-Wetten sind es CHF 1’000 pro Wette. Der Mindest­einsatz beträgt für jede dieser Formen CHF 1.

Langzeit­wette

Bei einer Langzeit­wette wird auf den Turnier­sieger, den Finalisten oder das Erreichen einer bestimmten Runde getippt – die Wette wird erst am Ende des Turniers oder beim Ausscheiden des gewählten Spielers ausgewertet. Die Quote von Auszahlungen ist bei einem offenen Feld niedrig (Favoriten um 4.00 bis 8.00), bei einem klaren Aussenseiter hoch (50.00 und mehr). Cash-Out gibt es auch bei Langzeit­wetten, allerdings nicht garantiert für jeden Markt.

Marge und Auszahlungs­quote

Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter aus jedem Markt einbehält – und sie ist die einzige Grösse, die sich quer durch die Quoten eines Marktes berechnen lässt. Für einen Zwei-Wege-Markt mit Quoten von 1.90 und 1.90 ergibt sich die Auszahlungs­quote als Kehrwert der Summe der Kehrwerte der Quoten: 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90). Die Summe der Kehrwerte ist rund 1.0526; der Kehrwert davon ist rund 0.9500. Bei einer angenommen perfekten Verteilung der Wettenden zahlt der Markt also rund 95.0 Prozent der Einsätze aus – die Marge liegt bei rund 5.0 Prozent.

Das ist die Untergrenze, die bei einem ausgeglichenen Duell möglich ist. Bei einem klaren Favoriten (Quote 1.30 für Spieler A, Quote 3.50 für Spieler B) liegt die Marge oft zwischen 5 und 8 Prozent, weil der Buchmacher das Risiko auf der Favoritenseite breiter kalkuliert. Bei einem Markt mit vielen Ausgängen – etwa einem Turniersieger-Markt mit 128 Spielern – liegt die Marge regelmässig über 20 Prozent, weil das Risiko, dass einer der genannten Spieler gewinnt, vom Buchmacher eingepreist wird.

Die Quote, die ein Spieler auf dem Wett­schein sieht, ist also bereits um die Marge bereinigt. Die «faire» Quote – das, was die Gegen­seite ohne Buchmacher-Aufschlag wäre – liegt darüber, oft bei 2.00 statt 1.90, bei 4.50 statt 4.20. Wer die faire Quote kennt, sieht, was die Wette kostet.

Tennis, Melbourne und der Spielplan

Die Australian Open sind das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres und werden im Melbourne Park ausgetragen. Bis 2007 wurde auf Rebound Ace gespielt, ab 2008 auf Plexicushion, seit 2020 auf GreenSet – ein Hart­platz, der bei sommerlichen Temperaturen in Melbourne als besonders schnell gilt. Die Ausgabe 2026 lief vom 18. Januar bis 1. Februar 2026, die Ausgabe 2027 ist für 17. bis 31. Januar angesetzt. Das Turnier wird seit 1905 ausgetragen; die Open Era, in der auch Profis starten durften, begann 1969.

Im Herren­einzel wird auf drei Gewinn­sätze gespielt, im Damen­einzel auf zwei. Bei 6:6 wird ein Tiebreak gespielt, im Entscheidungs­satz ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit Vorsprung von zwei. Wer auf das Satzergebnis wettet, muss diesen Modus kennen: Bei den Herren kann ein Satz mit 7:6 enden, bei den Damen ebenfalls, aber kein fünfter Satz wird gespielt – stattdessen wird im dritten Satz der Damen direkt der Match-Tiebreak entschieden.

Rekord­sieger der Open Era sind Novak Djokovic mit zehn Titeln im Herren­einzel und Serena Williams mit sieben Titeln im Damen­einzel. Margaret Court hat insgesamt elf Einzeltitel geholt, davon vier vor der Open Era. Die Ausgabe 2026 entschied Carlos Alcaraz bei den Herren und Jelena Rybakina bei den Damen für sich. Wer für die Ausgabe 2027 plant, wettet auf ein anderes Feld, mit anderen Formkurven, anderen Verletzungen und einer Quote, die das alles widerspiegelt.

Der Vergleich: was die zehn Anbieter unterscheidet

Die zwei bewilligten Veranstalter führen das Feld an – nicht, weil sie besser quotieren, sondern weil sie die einzigen sind, die in der Schweiz legal Sportwetten anbieten dürfen. Wer bei einem der anderen acht Anbieter wettet, tut es ohne Bewilligung, ohne Schweizer Sperr­register und ohne Schweizer Beschwerde­stelle. Die Tabelle sortiert nach dieser Trennung: zuerst die zwei mit Schweizer Bewilligung, dann die ausländischen Marken ohne Bewilligung.

Anbieter Bewilligung Veranstalter / Lizenzlage
Swisslos Sporttip Schweizer Bewilligung (Grossspiel, BGS SR 935.51) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Produkt Sporttip; Aufsicht Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Schweizer Bewilligung (Grossspiel, BGS SR 935.51) Société de la Loterie de la Suisse Romande; Produkt Jouez Sport; Aufsicht Gespa
Rainbet ohne Schweizer Bewilligung Lizenzlage nicht etabliert; keine Kraft in der Schweiz
BassBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenzlage nicht etabliert; keine Kraft in der Schweiz
DirectionBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenzlage nicht etabliert; keine Kraft in der Schweiz
Betovo ohne Schweizer Bewilligung Lizenzlage nicht etabliert; keine Kraft in der Schweiz
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung Lizenzlage nicht etabliert; keine Kraft in der Schweiz
Sportuna ohne Schweizer Bewilligung Lizenzlage nicht etabliert; keine Kraft in der Schweiz
Cloudbet ohne Schweizer Bewilligung Lizenzlage nicht etabliert; keine Kraft in der Schweiz
Bahigo ohne Schweizer Bewilligung Lizenzlage nicht etabliert; keine Kraft in der Schweiz

Die Spalte Bewilligung trennt die zwei legalen Veranstalter von acht Anbietern, die in der Schweiz nicht zugelassen sind. Wer auf eine Zeile mit «ohne Schweizer Bewilligung» schaut, sieht die rechtliche Lage, nicht das Marketing-Versprechen. Die ausländischen Marken werben mit Bonus­beträgen, schneller Auszahlung oder Krypto-Einsatz – Eigenschaften, die in der Schweiz entweder nicht beworben werden dürfen (Art. 74 Abs. 3 BGS), nicht reguliert sind oder gar nicht existieren. Wer dort spielt, spielt ohne Schutz.

Die Spalte Veranstalter / Lizenzlage zeigt, wer hinter dem Produkt steht. Bei den zwei Bewilligten ist es eine Genossenschaft mit Sitz in Basel bzw. eine Aktien­gesellschaft in Lausanne – beide seit Jahrzehnten im Markt, beide gemeinnützig orientiert (Nettoeinnahmen fliessen in die Kantone). Bei den ausländischen Marken ist die Lizenz, falls vorhanden, in einem anderen Land ausgestellt und entfaltet in der Schweiz keine Wirkung.

Was die Tabelle nicht zeigt

Sie zeigt nicht, wer die bessere Quote hat – dazu braucht es einen konkreten Markt und einen konkreten Zeitpunkt, und beide schwanken von Tag zu Tag. Sie zeigt nicht, wer schneller auszahlt – die Schweizer Veranstalter regulieren die Auszahlung auf das eigene Konto (Art. 50 Abs. 2 VGS: nur auf ein Konto im Namen des Spielenden), die ausländischen Marken haben ihre eigenen Fristen und Methoden, die nicht in Schweizer Aufsicht liegen. Sie zeigt nicht, wer die grösere Wett­auswahl hat – die Gespa-Liste begrenzt das Angebot der Schweizer Veranstalter; die ausländischen Marken können auf alles wetten, was ihr Lizenz­land erlaubt.

Swisslos Sporttip: das deutsch­schweizer Angebot

Swisslos führt Sporttip als Online- und Verkaufsstellen­produkt für 19 Deutsch­schweizer Kantone, den Kanton Tessin und Liechtenstein. Das Produkt steht hinter einer Identitäts­prüfung: Wer ein Konto eröffnet, muss mindestens 18 Jahre alt sein, im Vertrags­gebiet wohnen und darf nicht im Sperr­register eingetragen sein. Der Ausweis wird hochgeladen, die Daten werden aus dem Dokument ausgelesen und gegen Adress­datenbanken geprüft. Eine zweite Registrierung derselben Person ist ausgeschlossen.

Das Wett­angebot bei Sporttip umfasst Prematch- und Live-Wetten auf Tennismärkte, soweit die Gespa-Liste sie enthält. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombi- und Langzeit­wetten – aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out, ohne Teil­auszahlung. Eine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt verfügbar ist, besteht nicht; Swisslos behält sich vor, Cash-Out jederzeit zu ändern oder nicht anzubieten.

Was das Spiel­konto kostet

Die Quote ist das eine; die Auszahlungs­quote das andere. Bei einem ausgeglichenen Zwei-Wege-Markt mit Quoten von 1.90 und 1.90 liegt die Auszahlungs­quote bei rund 95.0 Prozent – 5.0 Prozent Marge. Bei einem klaren Favoriten­markt mit 1.30 und 3.50 liegt sie eher bei 92 Prozent – 8 Prozent Marge. Bei einem Turniersieger­markt mit 50 Spielern liegt sie oft unter 75 Prozent – über 25 Prozent Marge. Die Marge ist also nicht eine Konstante, sondern eine Funktion des Marktes, des Risikos und der Verteilung der Wettenden.

Bei Sporttip liegt der Mindest­einsatz für Einzel-, Kombi- und System­wetten bei CHF 1, der Höchst­einsatz für eine Einzel- oder Kombi­wette bei CHF 1’000 und für eine System­wette bei CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette oberhalb der Limite wird nicht ange­nommen. Wer plant, mit hohem Einsatz zu spielen, prüft die aktuelle Limite vor dem Tipp.

Die Spiel­regeln, die jede Wette betreffen

Quoten­boosts bei Sporttip gelten nur online, nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraus­sage, pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Profit­boosts erhöhen den möglichen Netto­gewinn eines definierten Ereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; die Regeln sind ähnlich eng. Die Spielregeln laut Swisslos lassen keinen Spielraum: Wer einen Boost nutzt, akzeptiert die Einsatz- und Gewinn­grenzen.

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online und nur für Wetten mit mindestens vier Voraus­sagen, jede einzelne zu einer Quote von mindestens 1.50. Der Bonus auf den Netto­gewinn beträgt 5 Prozent bei vier Voraus­sagen, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn Voraus­sagen. Auch hier sind Einsatz und Gewinn­erhöhung limitiert.

Eine Wette, die nach dem tatsächlichen Eintritt des Wett­ausgangs platziert wird, zählt mit Quote 1.00 – das ist die Standard­regel gegen verspätete Wetten, gilt aber auch, wenn das Ereignis gerade live übertragen wird. In spiel­entscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Video­schieds­richter – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten; die Regel gilt analog für Tennis­situationen, die das Ergebnis bereits entscheiden.

Verdikt

Swisslos Sporttip ist der einzige Anbieter, bei dem ein Deutsch­schweizer Tennisfan legal auf das Turnier wetten kann – ohne Umweg über eine ausländische Seite, ohne DNS-Sperre, ohne rechtliche Grauzone. Was es kostet, ist die Marge: bei einem 1.90/1.90-Markt rund 5 Prozent, bei einem Favoriten­markt mehr, bei einem Langzeit­markt deutlich mehr. Wer mit kleinen Einsätzen spielt und auf das Cash-Out verzichten kann, findet hier das vollständige Schutz­regime des BGS. Wer hohe Einsätze plant, stösst an die CHF-1’000-Grenze für Einzel- und Kombi­wetten.

Loterie Romande Jouez Sport: das westschweizer Angebot

Jouez Sport ist das Pendant zu Sporttip für die Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Auch hier gilt: Online-Konto nur für Personen mit Wohnsitz im Vertrags­gebiet, Identitäts­prüfung beim Anlegen des Kontos, Verlust­limiten vor der ersten Wette. Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufs­stellen in der West­schweiz, hat 221 Mitarbeitende und ist in Lausanne ansässig.

Das Wett­angebot folgt der gleichen Gespa-Liste wie bei Sporttip – Tennis, soweit gelistet, mit den gleichen Beschränkungen bei Quali­runden, Frauen­wettbewerben und Rangierungs­wetten. Auch hier gilt: Wer als Wett­kämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten; wer minder­jährig ist, hat keinen Zugang; wer gesperrt ist, ebenfalls nicht.

Wo sich die zwei Veranstalter unterscheiden

Sporttip und Jouez Sport teilen sich die Schweiz geographisch – es gibt zwei Veranstalter, weil die Interkantonale Vereinbarung von 2019 genau zwei vorsieht: einen für die Deutsch­schweiz und Liechtenstein, einen für die Romandie. Die Quoten sind nicht zwingend identisch, weil jeder Veranstalter sein eigenes Markt­bild hat; die Regeln, die Limiten und der Schutz­rahmen sind im BGS und in der VGS einheitlich geregelt.

Was die zwei Anbieter nicht haben, sind Wetten auf alles, was nicht auf der Gespa-Liste steht. Wer auf einen konkreten Spielstatistik-Markt setzen will, der nur auf ausländischen Plattformen verfügbar ist, hat in der Schweiz keine legale Möglichkeit dazu. Das ist kein Zufall: Die Liste ist bewusst eng, um die Spielenden zu schützen und das Angebot auf das zu beschränken, was als Sport­wette Sinn ergibt.

Verdikt — Loterie Romande Jouez Sport

Wer in der Romandie wohnt und auf die Australian Open wetten will, hat bei Jouez Sport die gleiche Schutz­architektur wie ein Deutsch­schweizer bei Sporttip – und die gleiche Marge. Wer ein Konto bei beiden Veranstaltern unterhält, hat zwei Wohnsitz­nachweise nötig; die Systeme sind nicht miteinander verbunden.

Rainbet, BassBet, DirectionBet, Betovo, Rollbit, Sportuna, Cloudbet, Bahigo: was die ausländischen Marken bieten – und was nicht

Die übrigen acht Anbieter dieser Aufstellung tragen keine Schweizer Bewilligung. Sie werben mit Bonus­beträgen, die in der Schweiz gar nicht beworben werden dürften (Art. 74 Abs. 3 BGS), mit Krypto-Einsätzen, die in der Schweiz nicht reguliert sind, und mit «schneller Auszahlung», die keiner Schweizer Stelle unterliegt. Diese Werbe­versprechen sind genau der Punkt, an dem die Sperr­liste der Gespa eingreift: 671 Domains standen Ende 2025 auf der Liste, Swisscom, Sunrise und andere Anbieter setzen DNS-Sperren um, neue Domains werden innert Stunden ersetzt (Domain-Hopping). Wer eine dieser Seiten öffnen will, landet je nach Anbieter auf einer Stopp-Seite.

Was fehlt – und warum es fehlt

Keine Schweizer Bewilligung: Die acht Anbieter haben in der Schweiz keine Erlaubnis, Sport­wetten anzubieten. Eine Lizenz aus einem anderen Land ändert daran nichts (Art. 4 BGS). Sie dürften in der Schweiz weder Kunden werben noch Werbung schalten (Art. 74 Abs. 3 BGS); Werbung für nicht in der Schweiz bewilligte Spiele kann mit einer Busse bis CHF 500’000 bestraft werden (Art. 131 BGS).

Kein Schweizer Sperr­register: Die Spielsperre, die in der Schweiz greift, gilt für Swisslos und die Casinos. Wer auf einer ausländischen Seite spielt, kann sich nicht im Schweizer Register eintragen lassen – die Seite sieht die Sperre nicht, und die Seite hat keine Pflicht, eine Sperre umzusetzen.

Keine Schweizer Beschwerde­stelle: Wer mit einem ausländischen Anbieter in Streit gerät – eine wegen einer strittigen Auszahlung, einer wegen einer annulierten Wette, einer wegen blockierten Zugangs – hat keine Schweizer Anlauf­stelle. Die Gespa beaufsichtigt nur die Schweizer Veranstalter. Eine ausländische Lizenz­behörde ist unter Umständen zuständig, oft nicht erreichbar und selten durchsetzungs­fähig gegenüber einem Spieler in der Schweiz.

Steuerlich anders: Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind unter dem Steuerfrei­betrag einkommen­steuerfrei; der Bund legt die Schwelle per 1. Januar 2026 auf CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400), die Kantone setzen eigene Schwellen («je nach Kanton»). Gewinne aus ausländischen Grossspielen fallen je nach Kanton anders: Thurgau etwa behandelt sie als voll steuer­pflichtiges Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer auf einer ausländischen Seite gewinnt, muss den Gewinn im Steuer­formular deklarieren – die ausländische Seite führt keine Verrechnungs­steuer ab.

Verdikt über die acht Marken

Rainbet, BassBet, DirectionBet, Betovo, Rollbit, Sportuna, Cloudbet und Bahigo sind für Schweizer Spieler weder legal noch geschützt. Wer dort spielt, spielt gegen einen Anbieter ohne Schweizer Aufsicht, ohne Schweizer Sperr­register und ohne Schweizer Beschwerde­weg. Dazu kommt: Werbung für sie ist in der Schweiz verboten – wer eine entsprechende Werbung sieht, sieht einen Verstoss gegen das BGS. Wer dort spielt, sollte sich bewusst sein, dass Einsatz und Gewinn im Extremfall eingezogen werden können und die ausländische Seite nicht zur Auszahlung verpflichtet ist, wenn sie ihre eigenen Regeln anwendet.

Was eine Wette bei einem ausgeglichenen Duell kostet

Nehmen wir ein konkretes Beispiel, einen Zwei-Ser-Markt mit Quoten von 1.90 für Spieler A und 1.90 für Spieler B. Die Auszahlungs­quote berechnet sich als Kehrwert der Summe der Kehrwerte der Quoten: 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) ergibt rund 0.9500, also 95.0 Prozent. Die Marge ist die Differenz zu 100 Prozent: rund 5.0 Prozent.

Das bedeutet: Für jeden Franken, der auf diesen Markt gesetzt wird, zahlt der Veranstalter im Mittel rund 95 Rappen aus – und behält rund 5 Rappen. Bei einem Einsatz von CHF 100 auf Spieler A zu Quote 1.90 beträgt der mögliche Gewinn CHF 190, der Netto­gewinn CHF 90. Wer gewinnt, bekommt sein Geld samt Marge zurück; wer verliert, lässt den Einsatz dort.

Dieser Markt hat eine Marge von rund 5.0 Prozent. Das ist nicht die Untergrenze für Schweizer Buchmacher; es ist eine plausible Bandbreite für ein ausgeglichenes Duell. Bei klareren Favoriten­märkten kann die Marge auf 7 bis 9 Prozent steigen; bei Turniersieger­märkten mit vielen Ausgängen auf über 20 Prozent. Wer die Marge eines Marktes kennt, sieht, was das Wetten auf diesen Markt kostet – im Vergleich zu einem anderen Markt, im Vergleich zu einem anderen Anbieter.

Warum die Marge nicht der einzige Kosten­faktor ist

Die Marge ist der laufende Preis einer Wette. Hinzu kommen die Buchungs­kosten für das Konto (in der Regel keine bei den Schweizer Veranstaltern), die Spesen für die Auszahlung (keine bei Überweisung auf das eigene Konto), die Zeit, die für die Verlust­limiten und die Steuer­erklärung anfällt. Wer im Ausland spielt, hat zusätzliche Risiken: Währungs­umrechnung, mögliche Gebühr der ausländischen Seite, Steuern im Wohnsitz­kanton, keine Beschwerde­möglichkeit bei der Gespa. Die Marge ist das eine, was man auf dem Wett­schein sieht – der Rest ist das, was die Wette tatsächlich kostet.

Häufig gestellte Fragen

Wann fand das Turnier zuletzt statt und wann ist die nächste Ausgabe?

Die Australian Open 2026 liefen vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne; Carlos Alcaraz gewann das Herren­einzel, Jelena Rybakina das Damen­einzel. Für die Ausgabe 2027 sind der 17. bis 31. Januar 2027 angesetzt. Die genauen Daten stehen in der Regel ab Herbst des Vorjahres fest; vorher sind sie als vorläufig zu lesen.

Darf in der Schweiz auf die Australian Open gewettet werden – und bei wem?

Ja, auf die Australian Open darf in der Schweiz gewettet werden, aber nur bei den zwei bewilligten Veranstaltern: Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die Deutsch­schweiz, Liechtenstein und den Kanton Tessin, Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport für die Romandie. Andere Anbieter haben keine Bewilligung; ihre Domains können auf der Sperr­liste der Gespa stehen.

Wie wirkt sich der Match-Tiebreak auf Wetten aus?

Bei den Herren wird auf drei Gewinn­sätze gespielt, bei den Damen auf zwei. Bei 6:6 gibt es einen Tiebreak; im Entscheidungs­satz wird ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung gespielt. Wer auf das Satzergebnis wettet, muss diesen Modus kennen: Bei den Damen gibt es keinen dritten Satz im klassischen Sinn, sondern den Match-Tiebreak. Eine Wette auf «Satz 3: Spielerin A» ist daher nicht im klassischen Sinn auswertbar – die Wette wird je nach Markt­definition auf den Match-Tiebreak umgelegt.

Wie berechnet sich der Gewinn, und was ist die Marge?

Der Gewinn ist Einsatz × Quote (bei einer Einzelwette); bei einer Kombi­wette ist die Quote das Produkt der Einzel­quoten. Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter aus jedem Markt einbehält: Auszahlungs­quote = 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ); Marge = 100 % minus Auszahlungs­quote. Bei einem Zwei-Ser-Markt mit 1.90/1.90 ergibt das eine Auszahlungs­quote von rund 95.0 Prozent und eine Marge von rund 5.0 Prozent. Die Marge ist der laufende Preis der Wette; sie variiert je nach Markt und Ausgangslage.

Welche Verlust­limiten gelten, und wie lässt sich eine Spielsperre beantragen?

Vor der ersten Wette müssen bei Sporttip Verlust­limiten für 24 Stunden, 7 Tage und 30 Tage gesetzt werden, höchstens CHF 9’999 pro Periode, bei unter 21-Jährigen höchstens CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine Spielsperre lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen, ohne Aufhebung vor Frist­ablauf; eine unbefristete Spielsperre wird ins schweizweite Register eingetragen und gilt auch für die Casinos und Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre ist frühestens nach drei Monaten aufhebbar, mit Beteiligung einer Fach­stelle.

Wie funktioniert der Steuerfrei­betrag, und was heisst «je nach Kanton»?

Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind einkommen­steuerfrei, soweit sie unter dem Steuerfrei­betrag pro Einzel­gewinn liegen. Der Bund legt die Schwelle per 1. Januar 2026 auf CHF 1’071’000 fest (2025: CHF 1’070’400). Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungs­steuer ab, die bei der Deklaration in der Steuer­erklärung zurück­gefordert werden kann. Die Kantone setzen eigene Schwellen; daher «je nach Kanton». Wer unter dem Freibetrag bleibt – die meisten Spielenden – zahlt weder Einkommen­steuer noch Verrechnungs­steuer auf den Gewinn. Für Gewinne aus ausländischen Grossspielen gilt die kantonale Praxis, etwa im Kanton Thurgau die volle Steuer­pflicht. Konkrete Auskunft gibt die kantonale Steuer­verwaltung oder ein Steuer­berater.

Inhalt erstellt vom Team «Willkommensbonusch.com»