Was kostet eine Wette auf den Afrika-Cup wirklich?
Der Afrika-Cup ist 2025 in Marokko gespielt worden, der nächste Turnier-Sommer ist für 2027 in Ostafrika angesetzt. Schweizer Wettende können auf das Turnier setzen – aber nur über zwei bewilligte Veranstalter, und nur innerhalb enger Rahmenbedingungen. Wer woanders spielt, spielt ausserhalb der Schweizer Aufsicht. Diese Seite rechnet durch, was eine Quote wirklich zurückzahlt, was eine Limite kostet, und wo der Unterschied zwischen bewilligter und nicht bewilligter Wette tatsächlich liegt.

Aktualisiert am 19. Oktober 2026 – abgeglichen mit den Spielregeln von Swisslos Sporttip, den Angaben der Loterie Romande und dem Geldspielgesetz (BGS).
Wie der Afrika-Cup aufgebaut ist – und wann er stattfindet
Der Afrika-Cup wird von der Confédération Africaine de Football (CAF) organisiert und seit 1957 ausgetragen. Rekordsieger ist Ägypten mit sieben Titeln; Samuel Eto’o führt mit 18 Toren die ewige Torschützenliste an. Seit 2019 nehmen 24 Mannschaften teil, aufgeteilt in sechs Vierergruppen. Die zwei Gruppenersten und die vier besten Dritten ziehen ins Achtelfinale ein, danach wird im K.-o.-System bis zum Finale gespielt. Bei Gleichstand nach 90 Minuten folgen Verlängerung und Elfmeterschiessen – das ist relevant, sobald eine Wette auf den Spielausgang mehr als nur das Reguläre abdeckt.

Die jüngste Ausgabe fand vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko statt. Das Turnier war ursprünglich für den Sommer 2025 geplant gewesen, wurde aber wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 auf den Jahreswechsel verschoben. Im Endspiel am 18. Januar 2026 setzte sich Senegal gegen Gastgeber Marokko mit 1:0 nach Verlängerung durch. Torschützenkönig wurde Brahim Díaz mit fünf Treffern, im Spiel um Platz drei gewann Nigeria gegen Ägypten im Elfmeterschiessen mit 4:2.
Zwei Monate nach dem Finale wertete die CAF das Endspiel mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Spieler nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit vorübergehend den Platz verlassen hatten; der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Für Wettende bedeutet das: Wo ein Verband später noch ein Resultat ändert, hat der Wettschein im Regelfall schon lange gegolten. Wer auf das ursprüngliche 1:0 für Senegal gesetzt hatte, dem wurde die Wette entsprechend dem Spielverlauf abgerechnet.
Die nächste Ausgabe, der Afrika-Cup 2027, soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden; 54 Mannschaften haben sich zur Qualifikation gemeldet. Der Termin liegt mitten im Sommer – die meisten Spiele fallen also ausserhalb der europäischen Saisonunterbrechung, was die Quotenvielfalt bei Schweizer Veranstaltern beeinflusst. Ab 2028 soll das Turnier nur noch alle vier Jahre ausgetragen werden.
Für die Wettpraxis heisst das: Gruppenphase, Achtel-, Viertel- und Halbfinale sowie das Finalspiel sind die fünf Anlasspunkte, an denen Schweizer Buchmacher typischerweise Einzel- und Kombinationswetten anbieten. Welche Märkte genau verfügbar sind, hängt von der Gespa-Liste der bewilligten Wettarten ab.
Rechtslage in der Schweiz – zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste
In der Schweiz ist Sportwetten ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), in Kraft seit dem 1. Januar 2019. Die Aufsicht liegt bei der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat vom 1. Januar 2021 – nicht bei der ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt.

Eine Bewilligung braucht es zweifach: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Wettprodukt (Art. 21–25 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Eine Schweizer Bewilligung eines weiteren Buchmachers existiert nicht.
Die beiden Veranstalter teilen die Schweiz unter sich auf:
- Swisslos Sporttip bedient die deutschsprachigen Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), den Kanton Tessin sowie das Fürstentum Liechtenstein.
- Loterie Romande Jouez Sport bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.
Ein Online-Konto lässt sich nur mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet eröffnen. Wer im Tessin wohnt, spielt bei Swisslos; wer in Genf wohnt, spielt bei Loterie Romande. Ein gemeinsames Konto bei beiden gibt es nicht, und eine Online-Registrierung ausserhalb des eigenen Vertragsgebiets ist nicht möglich.
Was gewettet werden darf, bestimmt eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Stand 10.09.2026, Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden sind nur dann bewilligt, wenn sie auf der Liste stehen; Frauenwettbewerbe ebenso; Rangwetten nur, wenn das Ranking über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Eckstoss- oder Kartenmärkte und ein E-Sport-Bereich erscheinen auf der Gespa-Liste nicht. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).
Livewetten sind zugelassen, vor Spielbeginn und live, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hält. Das BGS enthält keine Einschränkung auf bestimmte Livemärkte. Cash-Out ist gesetzlich nicht eigens geregelt – es ist eine Funktion, die der Veranstalter in seinen Spielregeln ausgestaltet.
Wichtig für jede Quotenbewertung: Eine ausländische Bewilligung, aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land, hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat – bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Die Sperrliste der Gespa listet ausländische Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS-Sperre blockieren; Ende 2025 umfasste die Liste 671 Domains und wird laufend aktualisiert.
Für Wettende bedeutet das: Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, tut das ausserhalb jeder Schweizer Aufsicht, ohne Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister und ohne Schweizer Rekursweg. Gewinne aus solchen Anbietern unterliegen zudem je nach Kanton einer abweichenden Steuerpraxis; im Kanton Thurgau etwa werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen behandelt.
Spielerschutz – Verlustlimiten und Spielsperre
Der Spielerschutz gilt unabhängig vom Turnier. Auch bei einer Endrunde ohne Schweizer Beteiligung bleibt das selbst gesetzte Budget die feste Grenze.
Bei Swisslos müssen Spielende vor der ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999; wer unter 21 Jahre alt ist, bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann freiwillig eine Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage gesetzt werden. Bei Loterie Romande gelten vergleichbare Schutzregeln.
Die Spielsperre funktioniert zweistufig. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne vorzeitige Aufhebung; eine kürzere Frist ist nicht vorgesehen. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt zugleich für Casinos einschliesslich Online-Casinos und für das Fürstentum Liechtenstein. Das Register sorgt dafür, dass eine einmal gesetzte Sperre nicht durch einen Wechsel des Veranstalters umgangen werden kann.
Die Fristen sind im Gesetz verankert (Art. 80–82 BGS, Art. 84 VGS): Eine freiwillige Spielsperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden, eine Fachstelle ist einzubinden (Art. 81 BGS). Ein Anbieter muss zudem eineSelbstsperre von bis zu sechs Monaten anbieten (Art. 89 VGS). Wer gesperrt ist oder das 18. Altersjahr noch nicht erreicht hat, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).
Die Eidgenössische Spielbankenkommission führt die Aufsicht über Casinos; bei Sportwetten ist die Gespa zuständig. Beide Aufsichten testen den Jugendschutz. Die Gespa-Testkäufe 2025 an Verkaufsstellen zeigten, dass in 47,5 % von 200 Versuchen eine Sportwette an Minderjährige verkauft wurde – ein deutliches Signal, dass der Schutz an der Ladenkasse nicht immer greift, aber kein Argument gegen die Online-Limiten, die in jedem Fall vor Spielbeginn gesetzt werden müssen.
Wettarten und Quoten – wie der Einsatz zum Gewinn wird
Wer auf den Afrika-Cup wettet, hat es mit drei grundlegenden Wetttypen zu tun: der Einzelwette, der Kombinationswette und der Systemwette. Jede zahlt anders aus und jede trägt einen anderen Anteil Marge.
Die Einzelwette ist die einfachste Form: ein Ergebnis, eine Quote, eine Auszahlung. Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen anpassen; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Eine Kombinationswette vervielfacht die Quoten, weil jedes Ergebnis eintreffen muss. Das Risiko steigt mit jeder Beinanzahl, und die Marge nimmt mit jedem Bein leicht zu. Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert, und ein Cash-Out verfällt den Boost.
Was eine Wette auszahlt, ist eine simple Rechnung: Der Einsatz wird mit der Quote multipliziert, das ergibt die Brutto-Rückzahlung bei einem Treffer. Bei einer Quote von 2.10 und einem Einsatz von CHF 10 beträgt die Rückzahlung CHF 21 – der Nettogewinn liegt bei CHF 11.
Was der Buchmacher daran verdient, ist die Marge. In einem Drei-Wege-Markt wie 1X2 (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) lässt sich die Auszahlungsquote berechnen, indem man die Kehrwerte aller Quoten addiert und 1 durch die Summe teilt. Eine illustrative Rechnung: Bei Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 90 % und damit eine Marge von etwa 10 %. Das ist der Anteil, den Swisslos von jedem eingesetzten Franken auf diesem Markt im Durchschnitt einbehält – über sehr viele Wetten hinweg. Eine konkrete Preisansage liefert diese Rechnung nicht; sie zeigt das Grössenverhältnis zwischen den drei Quoten, das die Marge treibt.
Wer die echten Quoten vergleicht, schaut auf zwei Dinge: den Auszahlungsschlüssel und das Verhältnis der Quoten zueinander. Eine Quote von 2.10 auf den Favoriten ohne gleichlange Quoten auf den Aussenseiter enthält mehr Marge als zwei Quoten, die dichter beieinander liegen. Bei einem Afrika-Cup-Spiel zwischen Senegal und einer schwächeren Mannschaft liegen die Quoten weiter auseinander, und damit steigt die eingebaute Marge gegenüber einer ausgeglichenen Partie.
Livewetten funktionieren nach demselben Prinzip, aber unter Zeitdruck. Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid) kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer in solchen Momenten setzt, zahlt im Schnitt mehr Marge als in einer ruhigen Spielphase.
Cash-Out ist bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der angebotene Betrag liegt niedriger als der mögliche Gewinn bei regulärem Ablauf, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.
Quotenboosts und Profitboosts sind Sonderaktionen. Bei Sporttip gelten Quotenboosts nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Solche Aktionen gleichen das Marketinginstrument aus, ändern aber die Marge des zugrunde liegenden Marktes nicht.
Was die reguläre Spielzeit abdeckt
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (rund 90 Minuten beim Fussball) plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder wenn sie Gegenstand der Wette sind. Eine Wette auf Sieg Senegal gegen Marokko nach 90 Minuten wäre mit dem 1:0 nach Verlängerung verloren gegangen – wer auf den Turniersieger ohne Zeitbezug gesetzt hat, gewinnt. Im Achtel- und Viertelfinale eines Afrika-Cups kann genau dieser Unterschied zwischen die ursprüngliche Lesart der Wette und die Auszahlung geraten.
Beispielrechnung: Marge im Drei-Wege-Markt
Anhand der Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 lässt sich die Marge eines 1X2-Marktes veranschaulichen:
- Kehrwert 2.10 = 0,4762
- Kehrwert 3.40 = 0,2941
- Kehrwert 3.60 = 0,2778
- Summe = 1,0481
- Auszahlungsquote = 1 / 1,0481 = 95,4 %
- Marge = 1 − 0,954 = 4,6 %
Bei einem Markt mit Quoten, die enger beieinander liegen, sinkt die Summe der Kehrwerte und damit die Marge; je weiter die Quoten auseinandergehen, desto höher die eingebaute Marge. Die Berechnung gilt nur für diesen einen Markt – andere Märkte (Über/Unter, Handicaps, Kombiwetten) tragen jeweils ihre eigene Marge und sind nicht direkt vergleichbar.
Wettmärkte beim Afrika-Cup – Gruppenphase bis Final
Der Spielplan eines Afrika-Cups strukturiert das Wettangebot. Schweizer Veranstalter bieten auf das Turnier typischerweise diese fünf Anlasspunkte an:
- Gruppenphase (sechs Spieltage): Einzelwetten auf jedes Spiel, Kombinationen, Langzeitwetten auf den Gruppensieg.
- Achtelfinale: Wetten auf jedes K.-o.-Spiel mit Resultat nach 90 Minuten oder nach Verlängerung.
- Viertelfinale, Halbfinale, Final: dieselben Märkte, zunehmend mit Tendenz zu Siegerwetten ohne Unentschieden.
Welche dieser Wetten bei Swisslos oder Loterie Romande konkret verfügbar sind, hängt von der Gespa-Liste ab und davon, welche Voraussagen der Veranstalter für das jeweilige Spiel anbietet.
Die Spielausgang-Wette (1X2) bleibt das Rückgrat. Dazu kommen Siegerwetten ohne Unentschieden (Tipp 1 oder Tipp 2, mit Verlust bei Remis nach 90 Minuten), Über-/Unter-Tore und Handicap-Wetten, soweit die Gespa-Liste sie für ein Afrika-Cup-Spiel freigibt. Eckstoss- oder Kartenmärkte erscheinen auf der Liste nicht.
Wer bei einem Afrika-Cup auf das richtige Spiel setzt, sollte den Modus mitdenken: Eine Wette auf den Turniersieger über die ganze K.-o.-Runde bleibt offen, bis das letzte Spiel entschieden ist. Eine Wette auf das nächste einzelne Spiel muss innerhalb der Frist gesetzt werden, die Swisslos für den jeweiligen Markt setzt – ohne genauen Beginn keine Teilnahme.
Die zehn grössten Anbieter im Vergleich
In der Schweiz ist die Auswahl der bewilligten Veranstalter auf zwei begrenzt. Wer sich trotzdem mit ausländischen Anbietern beschäftigt, findet dort eine breitere Wettauswahl, aber ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Aufsicht und ohne Schweizer Schutz bei Streitfällen. Die folgende Tabelle ordnet beide Gruppen nebeneinander ein – die zwei bewilligten Veranstalter zuerst, danach die ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung.
Anbieter im Überblick
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / Bewilligungsangabe |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Bewilligung als Grossspiel | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Aufsicht Gespa |
| Loterie Romande Jouez Sport | Bewilligung als Grossspiel | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Aufsicht Gespa |
| Bruce Bet | keine | ohne Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Geltung in der CH |
| 1xBet | keine | ohne Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Geltung in der CH |
| Funbet | keine | ohne Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Geltung in der CH |
| Boomerang Bet | keine | ohne Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Geltung in der CH |
| BetLabel | keine | ohne Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Geltung in der CH |
| Gamdom | keine | ohne Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Geltung in der CH |
| Pribet | keine | ohne Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Geltung in der CH |
| WirWetten | keine | ohne Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Geltung in der CH |
Die Spalte «Veranstalter» zeigt für die zwei bewilligten Anbieter, wer hinter dem Produkt steht und welche Aufsicht zuständig ist. Bei den ausländischen Anbietern ist die entscheidende Information das Fehlen jeder Schweizer Bewilligung; jede ausländische Lizierung, gleich aus welchem Land, hat nach Art. 4 BGS in der Schweiz keine Geltung. Wer dort spielt, spielt ausserhalb der Schweizer Aufsicht, ohne Anschluss an das Sperrregister und ohne Schweizer Rekursweg – das Spektrum reicht von der Sperrlistensetzung durch die Gespa bis zur möglichen Konfiszierung von Einsätzen und Gewinnen im Strafverfahren gegen den Anbieter.
Swisslos Sporttip
Swisslos ist einer der zwei bewilligten Veranstalter. Die Genossenschaft hat ihren Sitz in Basel und führt Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) durch. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Für 2025 hat Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Mio. ausgeschüttet – CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die daraus Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe finanziert; aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. (2024: CHF 122 Mio.).
Das Sporttip-Angebot umfasst die üblichen Wettarten: Einzelwette, Kombinationswette, Systemwette, Livewette und Cash-Out. Bei Afrika-Cup-Spielen hängt die Verfügbarkeit der Märkte davon ab, ob die Gespa-Liste den entsprechenden Wettbewerb und die jeweilige Wettart führt.
Wer sich online registriert, muss mindestens 18 Jahre alt sein, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet haben und darf nicht in der Spielsperre stehen. Jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Identität wird über einen Ausweis-Upload verifiziert und gegen Adressdatenbanken geprüft – die Eröffnung dauert in der Regel wenige Minuten, sobald die Datenbestätigung vorliegt.
Die Limite vor dem ersten Tipp ist das Sicherheitsnetz: Ohne gesetzte Tages-, Wochen- und Monatsverlustlimite geht nichts. Bei Sporttip-Einzel- und Kombiwetten liegt der Höchsteinsatz bei CHF 1’000; Systemwetten sind bis CHF 10’000 möglich. Gewinne auszahlungen gehen ausschliesslich auf ein Konto im Namen des Spielenden.
Für Afrika-Cup-Tipps ist Swisslos die Standardadresse im deutschsprachigen Vertragsgebiet – ein vollständig bewilligtes Angebot, klare Schweizer Aufsicht und ein Wettprogramm, das sich an der Gespa-Liste orientiert.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande ist der zweite bewilligte Veranstalter und betreibt das Produkt Jouez Sport. Ihr Sitz liegt an der Avenue de Provence 14 in Lausanne; sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Ihr Vertragsgebiet umfasst die sechs Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.
Das Wettangebot von Jouez Sport folgt demselben Rahmen wie Sporttip: bewilligte Wettarten, Limiten, Spielsperre und Verlustlimiten. Die Anmeldung läuft ähnlich ab und erfordert Wohnsitz im französsprachigen Vertragsgebiet sowie die Vollendung des 18. Altersjahrs.
Für Westschweizer Wettende, die auf den Afrika-Cup setzen wollen, ist Jouez Sport die einzige bewilligte Online-Adresse. Die Spielregeln entsprechen den gesetzlichen Vorgaben und sind mit denen von Sporttip vergleichbar.
Ausländische Anbieter – warum die Schweizer Bewilligung fehlt
Die folgenden Anbieter tauchen in Werbeangeboten rund um den Afrika-Cup auf und werden daher in die Vergleichstabelle aufgenommen. Was sie bieten, ist für Schweizer Wettende ohne Bedeutung, solange keine Schweizer Bewilligung vorliegt – jeder ausländische Anbieter ist nach dem BGS (Art. 4, Art. 130) in der Schweiz nicht zugelassen.
Bruce Bet
Bruce Bet tritt mit einer breiten Wettauswahl auf, werbefinanziert über Bonusaktionen und mit einem grosszügigen Quotenbild. Die Plattform wirbt stark in Fussballmärkten und beim Afrika-Cup mit Sonderaktionen. Wer bei Bruce Bet spielt, spielt ohne Schweizer Bewilligung und nimmt den Wegfall jedes Schweizer Schutzes in Kauf.
1xBet
1xBet ist international bekannt und wirbt mit hoher Quotenstreuung, vielen Märkten pro Spiel und schneller Auszahlung über E-Wallets. Die Plattform zählt zu den grössten ausländischen Anbietern weltweit. In der Schweiz ist sie nicht zugelassen; die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen, und Schweizer Wettende verlieren den Anschluss an das hiesige Ausschlussregister.
Funbet
Funbet spricht vor allem Gelegenheitsspieler an und wirbt mit einem breiten Sportwettenangebot und einem Casino-Anhang. Die Plattform ist ebenfalls nicht in der Schweiz bewilligt. Wer bei Funbet ein Konto eröffnet, hat keinen Schweizer Rekursweg bei Streit und keine Sicherheit über die Auszahlung im Konfliktfall.
Boomerang Bet
Boomerang Bet tritt mit einer modernen Benutzeroberfläche und vielen Aktionen auf. Die Wettauswahl deckt Fussball, Tennis, Basketball und Nischen ab. Auch hier gilt: Schweizer Spieler spielen ohne Bewilligung und müssen mit allen Konsequenzen rechnen, die das BGS für ausländische Anbieter vorsieht.
BetLabel
BetLabel wirbt mit hoher Quotenkonkurrenz und einer breiten Palette an Zahlungswegen, inklusive Kryptowährungen. In der Schweiz ist die Plattform nicht bewilligt; ein Gewinn aus Krypto-Auszahlungen würde zudem die Identitätsprüfung nach Art. 50 VGS nicht erfüllen, weil anonymisierte Zahlungsmittel dort ohnehin nicht zugelassen sind.
Gamdom
Gamdom positioniert sich zwischen Sportwetten und Casino und spricht vor allem E-Sport- und Krypto-affine Nutzer an. Eine Schweizer Bewilligung liegt nicht vor. Das Angebot an Afrika-Cup-Wetten ist nicht gesondert aufgelistet und kann sich auf andere Sportereignisse konzentrieren – im Zweifel vor dem Spiel im Wettprogramm prüfen, welche Märkte tatsächlich angeboten werden.
Pribet
Pribet ist ein weiterer ausländischer Anbieter mit Fussballfokus. Auch hier keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Schutz bei Streit, keine Verrechnungssteuer auf Gewinnen – dafür je nach Kanton eine andere Steuerpraxis.
WirWetten
WirWetten stammt aus dem deutschsprachigen Raum und tritt mit einer breiten Quotenpalette auf. Die Plattform ist in der Schweiz nicht bewilligt.
Wer eine Wette platziert – Reihenfolge und Stolpersteine
Bei Sporttip folgt der Weg einem klaren Muster:
- Registrierung. Vollendetes 18. Altersjahr, Wohnsitz im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre. Ausweis-Upload, Datenprüfung, Bestätigungsmail.
- Limiten setzen. Vor der ersten Wette Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Obergrenze CHF 9’999), Senkung sofort wirksam, Erhöhung erst nach 72 Stunden.
- Einzahlung. Über die zugelassenen Zahlungswege, ausschliesslich auf ein Konto im Namen des Spielenden.
- Wettauswahl. Einzel-, Kombinations- oder Systemwette; Pre- oder Livewette; Markt gemäss Gespa-Liste.
- Wettbestätigung. Der Wettschein gilt mit der Annahmebestätigung; spätere Ergebnisänderungen (wie das nachträglich umgewertete Finale 2025/26) berühren die Abrechnung in der Regel nicht.
- Auszahlung. Bei Gewinn erfolgt die Gutschrift auf das hinterlegte Zahlungskonto.
Bei Loterie Romande ist die Reihenfolge identisch, nur das Vertragsgebiet heisst Westschweiz statt deutschsprachige Schweiz.
Bei ausländischen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung funktioniert die technische Abfolge ähnlich, aber ohne Schweizer Schutz: keine Spielsperre, die ins Register eingetragen wird, keine Verlustlimite, die das System durchsetzt, keine Auszahlungspflicht nach Schweizer Recht, keine Schweizer Aufsicht. Wer dort spielt, sollte sich dessen bewusst sein und das eigene Limit selbst festlegen und durchhalten.
Was eine Wette kostet – im Klartext
Die Kosten einer Afrika-Cup-Wette setzen sich aus drei Komponenten zusammen:
Die Marge des Marktes. Bei einem Drei-Wege-Markt mit Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 liegt die Marge bei rund 4,6 % – das ist der Anteil, der über sehr viele Wetten hinweg beim Veranstalter bleibt. Eine Wette zu CHF 10 kostet im Erwartungswert also etwa 46 Rappen, bevor weitere Faktoren hinzukommen.
Die Verlustlimite. Wer seine Limite auf CHF 9’999 pro Monat setzt, kann nicht mehr verlieren – auch wenn die Quoten noch so verlockend sind. Wer unter 21 Jahre alt ist, kann die Limite ohnehin nicht über CHF 1’000 setzen.
Die Steuern. Auf Wettgewinne fällt unterhalb des Steuerfreibetrags keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer an. Der Freibetrag beträgt ab 1. Januar 2026 CHF 1’071’000 (Schweizer Recht). Wer auf das Falsche setzt und die Limite ausreizt, hat auf den meisten Gewinnen unterhalb dieser Schwelle gar keine Steuerlast. Wer darüber liegt, dem werden 35 % Verrechnungssteuer abgezogen, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden können.
Die durchschnittliche Marge von rund 4,6 % auf einem Drei-Wege-Markt entspricht einer Auszahlungsquote von etwa 95,4 %. Das ist der Anteil, den ein Markt über sehr viele Wetten hinweg an die Wettenden zurückgibt – nicht der Anteil, den eine einzelne Wette verliert. Eine einzelne Wette kann mehrfach verlieren, oder gewinnen – die Marge ist das langfristige Mittel über alle abgeschlossenen Wetten, nicht die Wahrscheinlichkeit, mit der ein konkreter Tipp aufgeht.
Die Marge ist im Übrigen nicht bei jedem Markt gleich. Eine 1X2-Wette auf ein Favoritenspiel enthält mehr Marge als dieselbe Wette auf ein ausgeglichenes Spiel. Kombinationswetten tragen etwas mehr Marge als Einzelwetten mit denselben Auswahlen. Livewetten können in spielentscheidenden Situationen mit Quote 1.00 gewertet werden, was effektiv einer Marge von 100 % auf diese Wette entspricht.
Wer seine Limite diszipliniert setzt und nur auf Wettbewerbe wettet, die in der Gespa-Liste stehen, spielt innerhalb des Schweizer Rahmens und kann jederzeit die im FAQ-Block beschriebenen Wege zur Berechnung und zum Schutz nutzen. Wer ausserhalb der Bewilligung spielt, übernimmt zusätzlich das rechtliche und steuerliche Risiko selbst.
Häufige Fragen zum Afrika-Cup und zu Wetten in der Schweiz
Wer organisiert den Afrika-Cup, und wann findet die nächste Ausgabe statt?
Der Afrika-Cup wird von der CAF organisiert und seit 1957 ausgetragen. Die jüngste Ausgabe fand vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko statt, die nächste ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant; 54 Mannschaften haben sich für die Qualifikation gemeldet. Eine eigene Ausgabe mit Namen «2026» gibt es nicht – der 2025er Wettbewerb endete im Januar 2026, der 2027er Wettbewerb beginnt im Sommer 2027.
Darf in der Schweiz auf den Afrika-Cup gewettet werden, und bei welchem Veranstalter?
Ja, aber nur über die zwei bewilligten Veranstalter: Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die deutschsprachigen Kantone, Ticino und Liechtenstein; Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Welche Afrika-Cup-Wetten konkret verfügbar sind, hängt von der Gespa-Liste der bewilligten Wettbewerbe und Wettarten ab; jeder andere Anbieter hat in der Schweiz keine Bewilligung.
Zählen Verlängerung und Elfmeterschiessen bei einer Wette auf den Spielausgang zur regulären Spielzeit?
Nein. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (rund 90 Minuten beim Fussball) plus Nachspielzeit. Verlängerung und Elfmeterschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder wenn sie selbst Gegenstand der Wette sind. Bei einer Wette auf das Senegal-Marokko-Endspiel im Januar 2026 hätte ein Tipp auf Marokko nach 90 Minuten verloren, obwohl Marokko das Spiel nach 120 Minuten 1:0 gewann – der Sieg nach Verlängerung hat den Konferenz Sie nach 90 Minuten aufgehoben.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?
Der Gewinn ergibt sich aus dem Einsatz multipliziert mit der Quote: Bei einer Quote von 2.10 und einem Einsatz von CHF 10 beträgt die Rückzahlung CHF 21 (Nettogewinn CHF 11). Die Marge des Marktes ist der Anteil, den der Veranstalter auf jedem Franken Einsatz im Durchschnitt einbehält – berechnet als 1 minus die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes. Bei Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 ergibt das eine Auszahlungsquote von etwa 95,4 % und damit eine Marge von rund 4,6 %. Die Marge ist ein statistischer Mittelwert über viele Wetten, keine Aussage über eine einzelne Wette.
Wie funktionieren die Verlustlimiten, und wie wird eine Spielsperre eingetragen?
Vor der ersten Wette müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden (Obergrenze CHF 9’999; unter 21 Jahre CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine Spielsperre kann bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst gesetzt werden, ohne vorzeitige Aufhebung; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt zugleich für Casinos und das Fürstentum Liechtenstein. Eine Aufhebung ist frühestens nach drei Monaten möglich und erfordert eine Fachstelle.
Ab welchem Betrag fällt auf Wettgewinne Verrechnungssteuer an, und was bedeutet «je nach Kanton»?
Bei Swisslos- und Loterie-Romande-Gewinnen gilt: Bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn ist der Gewinn einkommensteuerfrei, darüber werden 35 % Verrechnungssteuer direkt durch den Veranstalter abgezogen und können über die Steuererklärung zurückgefordert werden. Der Bundesfreibetrag beträgt ab 1. Januar 2026 CHF 1’071’000; die kantonalen Freibeträge unterscheiden sich, weshalb die Steuerpraxis je nach Kanton variiert. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen je nach Kanton einer abweichenden Praxis; im Kanton Thurgau etwa sind solche Gewinne unabhängig vom Betrag steuerbares Einkommen. Im Zweifel den Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung fragen.
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Inhalt erstellt vom Team «Willkommensbonusch.com»
